Erste Beschwerde des Nachbarn

Dies ist das erste Schreiben über mehrere Beschwerden.

Angefangen hat es mit dem großen Sturm 2020. Ein Baum fiel von unserem Grundstück auf ein unbewohntes Haus des Nachbarn. Da das Haus nicht Versichert war blieb er auf den kosten Sitzen. Dann ging es los mit der Forderung unsere anderen Bäume zu beschneiden und schließlich ging es mit den Vögeln los. Das Thema mit den Bäumen wurde von unserem Anwalt abgewiesen. Die Bäume wachsen seit mehreren Dekaden über die Grundstücks grenze. Ab ca. 2 meter höhe ragen die Bäume fast Vollständig über den Zaun. Der Anspruch auf die Beschneidung ist nach 3 Jahren Verjährt. Trotz alledem wollten wir die Bäume auf unsere kosten stutzen, dürfen dafür aber nicht auf das Nachbargrundstück. Wir haben es versucht und verharren unter diesen Umständen auf das Gesetz.

Persönliche e-Mail vom Nachbarn

Hallo Frau Jackson,

wie bereits erwähnt, wollen wir uns während Corona nicht treffen, und zudem ist der schriftliche Austausch auch viel besser, da man hierbei alles klar fixieren kann, und Missverständnisse vermeidbarer sind. Jetzt zu unseren Themen:

Lärmbelästigung durch Ihre Papageien und Kakaduses ist vollkommen irrelevant, ob sich andere Nachbarn am Lärm stören oder nicht. Zudem nehmen die dicken Mauern Ihres Hauses sowie der Stallungen und der Scheune viel Lärm in Richtung Koch und andere Nachbarn auf dieser Seite weg. Zu uns jedoch geht das Geschrei voll herüber. Und uns stört definitiv das nicht ortsübliche Geschrei Ihrer Papageien und Kakadus seit Juni extrem. Und ja, es geht über Stunden hinweg, nicht kurz, wie Sie in Ihrer Mail vom 7.12.2020 schrieben. Sie selbst sagten wortwörtlich in Ihrem Interview in der Zeitschrift BELLA vom August dieses Jahres: „ Oder der Krach: Die Vögel schreien unglaublich laut und krakeelen, sogar die kleineren Arten“. Es ist definitiv so. In diesem Artikel sagen Sie auch, dass Sie um die 100 Vögel haben. Und ab Juni hielten diese sich schon in den Außen-Volieren auf. Dass diese Volieren nicht genehmigt waren, wissen wir zudem erst seit kurzem von behördlicher Seite. Wir warteten vielmehr seit Juni geduldig ab, um zu sehen, welche Lärmschutzvorrichtungen Sie anbringen werden, jedoch es tat sich nichts.  Nachdem Sie nun eine 140 qm Ara Arena direkt zu unserem Grundstück hin am Erbauen sind, so fragen wir konkret: Welche Baupläne mit Lärmschutz haben Sie eingereicht? Was ist, wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen ? Welche Zusatz-Maßnahmen haben Sie dann geplant bzw. einkalkuliert? Und ja: wir wollen dies alles fixiert haben, wir Ihr Sohn schon anmerkte, mündliche Zusagen reichen nicht aus. Und noch eine Bemerkung: wir wollen genauso wie Sie eine Lösung, keinen Ärger, nur eine zuverlässige und nachhaltige Lösung. Da Sie ja schon ein paar Jahre mit der Haltung von Papageien etc. aktiv sind, wissen Sie zudem bestimmt, dass es schon  Gerichtsurteile gab, in denen die zeitweise, tägliche Haltung von z.B. 4 Papageien in Außen Volieren untersagt wurde, eben wegen Lärmbelästigung. Und Sie haben aktuell wahrscheinlich so 40-50 Papageien und viele andere Vögel, und planen logischerweise noch mehr Papageien aufzunehmen, da Sie ja einen „Gnadenhof“ betreiben wollen.

Baumzuschnitt der auf unser Grundstück überhängenden teilweise sehr starken Äste: dies ist ein gutes Beispiel, dass sich bisher überhaupt nichts von Ihrer Seite tut, und das, obwohl die Besichtigung durch die Stadt schon Anfang November stattfand. Das müssen` s doch zugeben. Danach kontaktierte ich Sie wieder per mail und bat Sie, den Baumzuschnitt bis 31.12.2020 zu erledigen, und Sie erwiderten lediglich (zitiere original, s. mail unten) dass „Wir müssen erst jemanden organisieren, der mit einer Hebebühne kommen kann! Für etwaige Schäden auf Ihrem Rasen, können wir leider nichts dafür!“  Und hier mal gleich eine Klarstellung, Frau Jackson: die großen Schäden auf dem Rasen vor dem Haus Pulvermühle, welche bei der Entsorgung Ihrer umgestürzten Weide, vor allem durch die sehr schwierige Beseitigung des riesigen Wurzelballens, durch notwendigerweise schweres Gerät entstanden sind, lassen wir kein zweites Mal an einer anderen Stelle zu. Das werden Sie verstehen, Sie würden genauso handeln. Deshalb: definitiv kein Einsatz von Hebebühnen auf unserem Boden, bitte organisieren Sie sich Baumkletterer, oder fahren Sie von Ihrem Grundstück an die zu schneidenden Bäume. Äste, welche dann auf unsere Seite fallen, können Sie natürlich manuell entsorgen, aber kein Einsatz von schwerem Gerät. Da jetzt der 31.12.2020 zur Beendigung des Baumzuschnitts ja nicht mehr eingehalten werden kann, so bitten wir Sie, dies bis zum 31.1.2021 zu erledigen. Wenn Sie auch diesen Termin verstreichen lassen, so werden wir Ihnen eine offizielle, juristische Aufforderung zukommen lassen müssen, in der klar steht, dass wir den Baumzuschnitt dann beauftragen werden, und Ihnen in Rechnung stellen. Es muss alles vor dem 1.3.2021 erledigt sein, denn dann wird es Probleme mit dem Zuschnitt seitens Gesetz geben.

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