Erstes Anwaltliches Schreiben Nachbarn bezüglich den Papageien

Am 03.03.2021 erhielten wir das erste Scheiben vom Anwalt eines Nachbarn.

Das Schreiben hatte folgenden Inhalt:

Gegenstand unserer Beauftragung ist die Geltendmachung zivilrechtlicher Unterlassungsansprüche gegen Ihre Mandantin. 

Demnach halten wir auf unserem „Grundstück Pulvermühle 2, 92237 Sulzbach-Rosenberg, seit Juni 2020 ca. 100 Vögel in Außenvolieren, die nur 50-60 m vom Wohngebäude unserer Mandantin entfernt stehen. Darunter befinden sich ca. 40-50 Papageien und Kakadus, des Weiteren Sittiche und Wachteln. Ihre Mandantin plant sogar noch einen Ausbau des Vogelbestandes.“

Es wird bemängelt, dass wir einen Ausbau planen und das:

„Unabhängig von der geplanten Erweiterung, ist bereits jetzt der Lärm, der von den Vögeln ausgeht, für unsere Mandantin unerträglich. Der Lärm schränkt die Gartennutzung unserer Mandantin erheblich ein und dringt auch bis in ihre Wohnung vor. Die Vögel schreien teils über Stunden. Diese Lärmbelästigung beeinträchtigt das körperliche und psychische Wohlbefinden unserer Mandantin und schränkt die Nutzbarkeit ihres Besitzes bzw. Eigentums ganz erheblich ein.“

Weiterhin wird bekannt gegeben: „Das von den Vögeln ganz erhebliche Lärmbelästigungen ausgehen und das das wohl unstreitig sei.“

Man fordert von uns geeignete Maßnahmen zur Lärmreduzierung zu treffen und weißt uns darauf hin, dass wir dazu sogar verpflichtet sind. Das würden wir auch gern tun, nur leider haben wir von der Stadt nicht die Befähigung dazu und können nichts unternehmen bis der Baustopp aufgehoben ist.

Weiterhin teile man uns mit, dass man zeitnah erklären solle, welche Maßnahmen zur Lärmreduzierung wir treffen wollen. Leider können wir das nicht und auch ein Gesprächsversuch mit den Nachbarn scheiterte kläglich.

Man droht uns mit gerichtlichen Schritten, da man uns mehrmals zur Anbringung von geeigneten Lärmschutz aufgefordert habe.

Es wurde ein Schaden in Höhe von 5.000 € festgesetzt und zuzgl. der Gebühren wäre 5.540,50 € bis Mitte März zu zahlen.

Wir sind ratlos und verzweifelt und würden gern den Wünschen des Nachbarn nachkommen. Leider dürfen wir nicht, weil wir keine Genehmigung haben. Weggeben können wir unserer Vögel nicht, weil sie niemand nimmt und wir deren letzte Hoffnung sind ein gutes Leben zu führen.

Kann den Tierwohl so wenig zählen? Wer kann uns helfen?

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